Dienstag, 8. März 2011

01.03.2011 MSV Duisburg - BSG Energie Cottbus 2:1 DFB Pokal-Halbfinale



Mittlerweile haben wir den 5. März, mehr als 4 Tage nachdem unser großer Traum von Europa zerstört wurde, und ich weiß einfach nicht, wie ich diesen Bericht weiter schreiben bzw. überhaupt richtig anfangen soll . Im Grunde began dieser Tag eigentlich recht gut, das Wetter war spitze, die Autobahn frei ( bis auf einen kleinen Stau direkt nach dem wir auf selbige fuhren) und die Euphorie riesig. Mehr als 14 Jahre sind vergangen, als unsere geliebte BSG den Karlsruher Sport Club vom Platz fegte, ins Finale des DFB Pokals gegen den VfB Stuttgart einzog und verlor….lange ist es her. Nun war sie wieder da, die Chance auf Europa…. Schon im Vorfeld der Partie kamen wieder altbekannte Herrschaften aus den Löchern, von denen ich schon lang nichts mehr gehört hatte, Sie alle waren heiß darauf, endlich mal mit unserer BSG durch Europa zu tingeln und alles in Angst und Schrecken zu verstetzen.

Zu diesem besonderen Anlass wurde vom Verein mal wieder ein Sonderzug für den Cottbuser Pöbel organisiert, für 28,66 inkl 'ner Stehplatzkarte konnte also der Mob das Gefährt besteigen. Allerdings musste ich mir beim durchstöbern des FCE Forums immer mal wieder an den Kopf greifen, als ich lesen musste, dass selbst das dem ein oder anderen zu teuer war….Was haben wir denn in CB teilweise für verwöhntes Publikum? Nun gut, lassen wir das. Euer werter Schreiberling und seine Mitfahrer erreichten dann bereits 3 Stunden vor Spielbeginn die vermutlich unattraktivste Stadt im Ruhrpott und zogen es vor, der berühmt-berüchtigten Innenstadt keinen Besuch abzustatten und lieber die Zeit an dem am Stadion angrenzenden Biergarten tot zuschlagen….soweit also sehr ereignislos . Bei den Zugfahrern lief es wohl leider nicht so reibungslos ab. Nachdem diese zwar schon kurz vor 19Uhr in DU einfuhren, wurden sie bis 20 Uhr von den der Staatsmacht bedrängt, in 'ne S-Bahn gestopft und letzten Endes kamen die ca. 1000 Leute auch noch größtenteils zu spät ins Stadion. Wie man mit größeren Menschenmassen umgeht, hat man in Duisburg scheinbar auch nach der Loveparade nicht so wirklich im Griff, da die besagten S-Bahnen wohl so voll waren, dass einige Insassen regelrechte Panik bekamen. In der Folge dieser ganzen Scheiße kam es dann offenbar auch zu diversen Scharmützeln mit der überforderten Exekutive. An ordentliche Stimmung, die dieser Begegnung würdig wäre , war dann auch nicht mehr zu denken. Von einer reibungslosen Ausführung der geplanten Choreo sowieso nicht. Ich weiß nicht wie es auf der Duisburger Seite aussah, aber von meinem Platz im Oberrang schien mir das alles sehr löchrig. Die Gastgeber hatten jedoch das Glück pünktlich drin zu sein und zeigten eine recht ansehnliche Choreo, welche das ganze Stadion mit einbezog, seht euch einfach die Bilder an.

Widmen wir uns nun Anlass unseres Besuchs, dem Spiel um den Einzug in`s Pokalfinale. Wie schon mehrfach erwähnt war der Gästeanhang mehr als heiß auf dieses Spiel und natürlich der Meinung, der Mannschaft würde es genau so gehen, doch das was wir zu sehen bekamen, raubte dem ein oder anderen Cottbuser zum Teil den Atem. Selten hat man dieses Team so gehemmt erlebt wie heute, scheinbar war denen nicht klar, um was es hier ging oder sie hatten sich gar zu viel Gedanken gemacht, denn in der ersten Hälfte war einfach nichts von der BSG zu sehen. In Halbzeit Zwei machten zumindest die ersten zehn Minuten etwas Hoffnung bis man wieder zur Taktik der ersten Halbzeit zurückfand…dass es nämlich keine gab. So ein stümperhaftes Rumgebolze hab ich selten erlebt, es war zum Haareraufen. Duisburg führte bereits seit längerer Zeit mit 2:0, als in der 76. Minute endlich die Chance da war das Ding zu drehen, rote Karte für DU, Elfmeter für uns und …..Tor! Geil! Den Gastgebern lag die letzten Minuten ein schöner Kloss im Hals, denn Energie tat nun endlich das, was sie am besten können….kämpfen! Leider vergebens, noch dazu wurde einem ein Tor nicht gegeben und aus war der Traum. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Der Duisburger Anhang war jetzt natürlich aus dem Häuschen und unser am austicken, da diverse Ruhrpott-Assis im Nachbarblock immer wieder provozierten und Bierbecher aus dem Oberrang auf die Gäste im Unterrang schmissen. Ich will mich nicht beschweren, wir würden es wohl auch so machen. Aber in dem Moment war`s einfach bitter. Also fix diesen unsäglichen Ort verlassen und ab nach Hause.
Das war`s!

Ich bitte euch im übrigen, mir diesen öden Bericht zu verzeihn, aber ich glaube, er passt perfekt zu diesem beschissenen Tag.

Fotos gibt`s immer bei den Kollegen von nurenergie.de

Donnerstag, 3. Februar 2011

26.01.2011 BSG Energie Cottbus vs SAP 1899 HOPPenheim 1:0 DFB Pokal Viertefinale


Cottbus, eine Stadt in Angst. Seit Ende Dezember war die ganze Stadt in Aufruhr, die Menschen plünderten die Läden, stopften sich die Wohnungen mit Lebensmitteln voll, verbarrikadierten ihre Häuser, gründeten Bürgerwehren zur Verteidigung ihrer Viertel. Selbst die Polizei zog alles zusammen was die BRD hergibt, Wasserwerfer und Räumpanzer fuhren schon Tage vor dem 26.01.2011 durch die Stadt. Am besagten Tag kam es dann soweit, dass die verängstigte Cottbuser Bevölkerung die Sonne den ganzen Tag nicht zu Gesicht bekam, Grund hierfür war en wiederrum die unzählige Drohnen und Hubschrauber von Polizei und Fernsehanstalten, Gerüchten zufolge gingen an diesem Tage selbst die Vögel zu Fuß, da ihr natürlicher Lebensraum zu stark frequentiert war von der Rasse Mensch. Doch was war passiert? Was der Grund für dieses Chaos? Die Antwort liegt auf der Hand….Hoffenheim!!!! Ja, ihr hört richtig, bei der Pokalauslosung nach dem Erfolg in Wolfsburg, wurde unserem liebenswerten Verein genau der Verein zugelost der in ganz Europa als Inbegriff des Terrors steht…die TSG 1899 Hoffenheim. Schon in der Vergangenheit hatten wiederholt wild gewordene Informatiker und Bauern die Städte anderer Bundesligisten und Pokalgegnern verwüstet und niemand wusste, wie viele dieser Psychopathen Diddi Hopp , der Top Boy aus dem Kraichgau, auf unsere arme Heimat los lassen würde. Trotz aller Warnungen fanden sich dann doch immerhin um die 15000 Zuschauer im Stadion der Freundschaft ein und blickten vor dem Spiel gebannt auf den Gästeblock. Letzen Endes hatten alle Vorsichtsmaßnahmen wie Stadtverbote oder die Sperrung der A 6 gegriffen, denn lediglich 200 SAP Lads konnten sich bis nach Cottbus schmuggeln. Vermutlich hatte der Rest Schicht und die anderen Bauern mussten das Vieh von der Weide holen. Dank unseres tüchtigen Ordnungsdienstes mussten die Kerls auch noch ihre Mistgabeln vorne abgegeben und standen von nun an völlig wehrlos im Gästebereich und durften zusehen, wie ihre Millionärstruppe von einem Zweitligisten deklassiert wurde. Ok, deklassiert ist sicher übertrieben, aber was unsere BSG an diesem kalten Januarabend dem Publikum bot war sicher aller Ehren wert. Da half den Badensern auch ihr Neueinkauf aus Liverpool nicht, welcher zwar sicher noch zeigen wird, dass er sein Geld wert ist, aber bei diesem Pokalspiel sicher keine große Bereicherung für Diddis Elf sein sollte. Obwohl es das ganze Spiel über immer wieder gute Chancen für uns gab, sah es doch zeitweise schon nach Verlängerung aus, umso befreiender, als Shao in der 84. Minute endlich das Ding rein hämmerte und uns damit ins Pokalhalbfinale schoss. Einfach nur hammerhart….das Stadion jetzt komplett am ausrasten, der altbekannte Klassiker mit dem Verweis auf unserm Ziel am 21.5. vom ganzen Stadion gebrüllt, hallte durch die Nacht. Gänsehaut! Überhaupt kann man schon sagen, dass die Unterstützung absolut top war und dass über 90 Minuten, sicherlich gibt es immer Luft nach Oben, aber für Hoffenheim reicht’s dicke. Wo wir wieder beim Anfang wären….was war eigentlich bei denen los? Und wieder liegt die Antwort auf der Hand…Nichts! Habt ihr was anderes erwartet?

Bevor ich es vergesse, noch mal eine schönen Gruß an Dieter „Vollarschloch“ Wollitz, welcher sich nach dem Spiel darüber lautstark darüber aufregte das „nur“ 15200 Zuschauer bei dieser Viertelfinalpartie zugegen waren. Sicher wären solche Spiele woanders ausverkauft, aber auch wenn in der Stadt gut 11,5 Prozent (offiziell) der erwerbsfähigen Leute dauerhaft Zeit haben, sich unter der Woche Fußballspiele anzusehen, gibt’s immer noch über 80 %, die sich die Kohle für solche Späße selber verdienen und manchmal sogar bis 18-19Uhr arbeiten müssen, merkste was? Wenn dann auch noch so ein Zuschauermagnet wie die SAP Freizeitkicker unter der Woche und „bestem“ Winterwetter auf der Matte stehn, fehlt es selbst dem größten Fan ein wenig an Motivation. Mach in Zukunft einfach weiter deinen Job wie bisher, aber halt die Gusche!

Weitere Fotos vom Spiel gibts wie immer bei den Freunden von "nurenergie.de"